• 2007

    1000 Jahre - 10 Geschichten Der Münsterplatz: Raum, um Geschichte zu schreiben

    Was wäre das Münster ohne seinen Platz! Der Münsterplatz gehört zur Kirche, ist aber mehr als ihr Vorhof: Er ist auch ihr Gegenstück. Denn wenn sie Beständigkeit und Stabilität symbolisiert, so steht er für das Vorübergehende und Spontane, für den historischen Wandel der Stadt.

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  • 1994

    Poststelle mit Präzisionswaage: Drogenpolitik im Basel der 1990er

    Basel Anfang der 90er-Jahre: Am Schaffhauser Rheinweg und am Barfüsserplatz versammeln sich immer mehr Süchtige auf der Suche nach Stoff und Spritzen. Mit ihnen wird offensichtlich, was Fachleuten schon länger klar war: Die Repression von Drogen ist keine Lösung, denn Drogensüchtige sind nicht per se kriminell, sondern aus medizinischer Sicht krank. Dass sie mit Mitteln des Strafrechts belangt werden, löst das Problem nicht, sondern schafft im Gegenteil neue.

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  • 1991

    Die Stärke der Frauen ist ihre Zahl und ihre Unentbehrlichkeit.

    Mann und Frau sind gleichberechtigt – so steht es seit 1981 in der Schweizer Verfassung. Die Umsetzung dieses Gleichstellungsartikels liess auf sich warten. Deshalb nahmen heute vor 28 Jahren Frauen aus der ganzen Schweiz am Frauenstreik teil – auch in Basel. Zuhause, im Quartiertreff, in Firmen und auf öffentlichen Plätzen beteiligten sich Basler Frauen mit diversen Protestaktionen am Streik vom 14. Juni 1991.

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  • 1978

    1000 Jahre - 10 Geschichten Im Basler Münster zuhause: Brzpf, die Wichtelfrau

    Eines der schönsten Basler Kinderbücher handelt von der Münster-Wichtelfrau «Brzpf». Es entstammt der Feder von Anna Regula Hess und zeugt vom Kinderbuchschaffen der späten 1970er-Jahre: «Brzpf» spielt in einer Fantasiewelt und verweist zugleich auf Themen ihrer Zeit wie die Umwelt- oder die Frauenbewegung.

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  • 1974

    Fasnacht 1974: "Dr gross Bums"

    «Mitem Horror het am Mäntig s’Comité Bekanntschaft gmacht», berichtet der Moderator des Schweizer Radios am Mittwoch. «Das het mit Fasnacht nyt meh z’tue», vertritt «e Bebbene» in der Nationalzeitung die Meinung vieler. Man spricht vom ‹grosse Bums›, mit dem die berüchtigten Kuttlebutzer am 4. März 1974 Basler Fasnachtsgeschichte schrieben.

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  • 1971

    Gammler, Rocker, Kommunarden - Notschlafstellen für Jugendliche in Basel

    Wenn heute von Obdachlosigkeit und Notschlafstellen die Rede ist, erscheint vor dem inneren Auge meist das Bild des älteren Randständigen. Anfang der 1970er Jahre waren es aber vor allem obdachlose Jugendliche, um die sich die Basler Behörden sorgten.

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  • 1971

    11g: Der Mond kommt nach Basel

    Den ersten Menschen auf dem Mond zu sehen war überwältigend, auch für Stefan Graeser, den Kurator am Naturhistorischen Museum Basel. Ein Mensch auf einem anderen Himmelskörper als auf der Erde, es war unglaublich. Die Mondlandung verfolgte er beim italienischen Abwart des Mehrfamilienhauses mit den Nachbarn zusammen. Aber auf das Hochgefühl kam auch die Ernüchterung. Eine grosse Enttäuschung sei es gewesen. Soviel sei denkbar gewesen und dann nichts. Also nicht Nichts, aber nichts Neues, Unbekanntes.

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  • 1968

    Schüler aller Länder vereinigt euch!

    "Mögen die herrschenden Lehrer vor der Revolution zittern. Die Schüler haben nichts zu verlieren als ihre Ketten" - so der Aufruf auf einem Flugblatt der späten 1960er-Jahre am Realgymnasium Basel. Das "Manifest des 5. Standes" - Ironie oder Ernst? Auf alle Fälle eine Provokation für die Lehrerschaft.

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  • 1957

    Schizophrenie im Spinnennetz - Die Basler Suche nach der Substanz X

    Die Entdeckung von LSD beflügelte die medizinisch-psychiatrische Forschung. Dass LSD schon in kleinsten Mengen eine grosse Wirkung im menschlichen Körper entfaltet, nährte die These, dass Psychosen aufgrund von Stoffwechselstörungen durch eine körpereigene Substanz entständen. Doch was für eine Substanz konnte das sein? Diese Frage beschäftigte Mitte der 1950er-Jahre den Basler Biologen H. P. Rieder. Die Antwort suchte er in einem heute ziemlich skurril wirkenden Experiment: Dem «Basler Spinnentest».

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  • 1957

    Johann Peter Hebel und das Hochhaus

    Nun steht es nicht mehr. Das markante Hochhaus auf dem Rosental-Firmenareal des Agrochemie-Konzerns Syngenta wich einer Neugestaltung mit Park. Gebaut 1956 im Auftrag der Johann Rudolf Geigy AG setzte es den architektonischen Kontrapunkt zum Badischen Bahnhof gegenüber. Es war eines der ersten Hochhäuser in Basel und sein Bau hochumstritten. Weit mehr als in heutigen Zeiten der Bau des Messeturms und der Roche-Türme.

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  • 1956

    Luftkrieg gegen die Maikäfer

    Seit 2014 findet in Basel und weiteren Städten rund um den Globus ein jährlicher Protestmarsch gegen die Geschäftspraktiken der Firma Syngenta statt – neben Monsanto die grösste Pestizidherstellerin der Welt. Laut UNO-Berichten sterben jedes Jahr 200’000 Menschen durch den Einsatz von giftigen Pflanzenschutzmitteln. Die schädlichsten Inhaltsstoffe sind seit den 1970er-Jahren in den westlichen Industrieländern verboten, in den Entwicklungsländern aber weiterhin zugelassen. Seit Beginn ihrer industriellen Produktion sind Pestizide umstritten. Die unterschiedlichen Interessen von Chemieunternehmen, Landwirtschaft, Naturschutz und Konsument*innen prallen bei der Frage aufeinander, wie legitim oder gefährlich der Einsatz von Pestiziden ist. Wie sehr sich die Rahmenbedingungen in Basel verändert haben, zeigt ein Blick auf den «Maikäferkrieg» der 1950er-Jahre.

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  • 1953

    Der päpstliche Nuntius kommt 1923 und 1954 nach Basel - eine Provokation?

    1923 und 1954 war der Nuntius, der päpstliche Botschafter in der Schweiz, auf Besuch in Basel. Fiel die Audienz 1923 noch nüchtern und verhalten aus – zuviel Aufmerksamkeit sollte der hohe Katholik in der protestantisch geprägten Stadt nicht erhalten – glich sie 1954 dem Empfang eines Staatsgasts. Mit dieser geschickten Diplomatie, die sich gegenüber 1923 verändert hatte, trug die Basler Regierung einen Teil dazu bei, dass sich die Katholiken immer stärker von ihrem Diaspora-Denken lösten und sich in die städtische Gesellschaft integrierten.

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  • 1951

    Die halbe Stadt gebaut - Fritz Rickenbachers architektonisches Erbe

    Sie ist ein Relikt aus einer anderen Zeit. Wenn man den Weg zwischen Wohnblocks hindurch zur Landhof-Tribüne findet, erschliesst sich einem nicht nur ein wertvoller Grünraum, sondern auch ein sporthistorisches Schmuckstück. Was soll aus der alten Heimat des FC Basel werden?

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  • 1950

    "Das gab ein riesen Theater!" - Mütter in der Basler Chemie 1950-2000

    Das Projekt «Oral History Chemie und Stadtkultur» spricht mit Arbeiter*innen in der Zeit der Hochblüte der Basler Chemie (1950-1990). Die gesammelten Geschichten zeigen, wie wenig über die Arbeitswelt der Frauen bislang bekannt ist und wie hart Frauen für die Vereinbarung von Beruf und Familie kämpften.

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  • 1945

    Aussen Kriegsspuren - innen Stadtgeschichte

    Vor 75 Jahren schlugen amerikanische Bomben bei der Basler Baufirma Rapp ein. Das Büro brannte nieder, gerettet wurde wenig mehr als eine kleine Box. Der Russ an ihrer Hülle bezeugt den Zweiten Weltkrieg, die Zettel darin einen vergleichslosen Wachstumsschub der Stadt Basel.

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  • 1930

    Von "Wohnmaschinen" und "Kommunistenzüchtereien"

    Die Schweizerische Wohnungsausstellung, kurz WOBA, sorgte 1930 für Gesprächsstoff. Während die einen die Fortschrittlichkeit der weissen Flachdachbauten lobten, empfanden andere diese kargen "Wohnmaschinen" als "unschweizerisch" und vermuteten kommunistische Machenschaften am Werk. Anlässlich der WOBA bündelten sich in der Schweizer Presse Diskussionen über die Frage nach der Zukunft der Gesellschaft – den Frauen kam dabei eine Schlüsselrolle zu.

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  • 1926

    Komfort ja - Luxus nein! Die Entstehungsgeschichte der Wohngenossenschaft Gundeldingen

    Die Schweizerische Wohnungsausstellung, kurz WOBA, sorgte 1930 für Gesprächsstoff. Während die einen die Fortschrittlichkeit der weissen Flachdachbauten lobten, empfanden andere diese kargen "Wohnmaschinen" als "unschweizerisch" und vermuteten kommunistische Machenschaften am Werk. Anlässlich der WOBA bündelten sich in der Schweizer Presse Diskussionen über die Frage nach der Zukunft der Gesellschaft – den Frauen kam dabei eine Schlüsselrolle zu.

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  • 1917

    Die Muba ist Geschichte - Die Messe als Ort von Innovation und Wandel

    Während Jahrzehnten hatte die Frühjahresmesse Muba einen festen Platz im Kalender der Stadt. Doch damit ist Schluss. Die Muba fand 2019 zum 103. und letzten Mal statt. Die Krise im Messewesen besiegelte das Ende gleich mehrerer Traditionsmessen.

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  • 1875

    Das «zweischneidige Schwert» Volksrechte schneidet scharf

    Die Politiker täuschten sich. Die Basler Bevölkerung griff rasch zu den neuen Instrumenten Volksinitiative und Referendum, nachdem sie diese 1875 endlich erhalten hatte. Der direktdemokratische Spätzünder Basel-Stadt startete durch bis heute; in den letzten zehn Jahren kam es zu mehr Abstimmungen über Initiativen als je zuvor.

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  • 1865

    Basel anderswo: Ziegelherstellung der Basler Mission in Südindien

    Im 19. Jahrhundert war die Basler Mission in Südindien nicht nur eine mehrerer christlicher Kirchen, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Um 1860 führte der Missionar Georg Plebst die Produktion von Falzziegeln ein, um den frisch Konvertierten ein Einkommen zu verschaffen. Noch heute ist die Basel Mission Company (BMC) vielen Indern ein Begriff. Um 2000 wurde ein Schiffswrack mit einer Ladung von Basler Missions Keramikprodukten vor Goa entdeckt. Dies demonstriert, welches Potential in der archäologischen Erforschung der Geschichte der Basler Mission in Indiens Südwesten steckt.

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